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Prof. Dr. Petrak > Forschungsprojekte

Auswahl aktueller Forschungsprojekte


In der »Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, LWL-Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum

 

MIND-DIA Studie
Steigerung des Wohlbefindens bei älteren Menschen mit Diabetes Typ- 2 und leichten depressiven Verstimmungen

DAD-Studie
Wirksamkeitsvergleich eines Antidepressivum (Sertralin) mit einer diabetesspezifischen Verhaltenstherapie bei depressiven Diabetikern mit unzureichender Blutzuckereinstellung

Studie zur Depression und Arteriosklerose
Thrombozytenaktivierung durch Serotonin bei Patienten mit Diabetes mellitus und Depression

The Depression, Inflammation and Diabetes Study (DIDS)
A prospective cohort study of the association between depression and inflammation in a population-based sample of incident type 2 diabetes

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MIND-DIA Studie

Welche Behandlung ist bei älteren Menschen mit Typ-2 Diabetes und leichten depressiven Verstimmungen am effektivsten?

Cognitive behavioural therapy in elderly type 2 diabetes patients with minor or mild major depression: A randomized controlled trial (MIND-DIA-Study)
»ISRCTN Number: 58007098

Ziel  
Die MIND-DIA-Studie hat das Ziel, die Behandlungsmöglichkeiten von Diabetikern mit subklinischer oder leichter Depression im Alter zu verbessern. Im Rahmen der Studie soll die Wirksamkeit dreier Behandlungsverfahren verglichen werden. Diese Behandlungsverfahren haben sich bereits für die Behandlung von Depression oder Typ-2-Diabetes bewährt.

Förderung
Die Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des »krankheitsbezogenen Kompetenznetz Diabetes mellitus (KKNDm)  gefördert (01GI0819) 

Hintergrund  
Viele ältere Menschen mit Typ-2-Diabetes leiden an depressiven Verstimmungen. Obwohl meist nur leicht ausgeprägt, erhöhen diese Verstimmungen nach neuesten Forschungsergebnissen das Risiko für einen ungünstigeren Krankheitsverlauf des Diabetes und können die Lebensqualität erheblich einschränken. Obwohl es sehr gute Behandlungsmöglichkeiten bei Depressionen gibt, wurden bisher kaum Methoden entwickelt, die auf die speziellen Bedürfnisse von Diabetikern im höheren Lebensalter abgestimmt sind.

Ablauf  
Teilnehmer der MIND-DIA-Studie erhalten eine ausführliche psychologische und internistische Untersuchung. Sollte ihr Wohlbefinden aufgrund depressiver Verstimmungen beeinträchtigt sein, gibt es im Rahmen der MIND-DIA Studie drei Behandlungsmöglichkeiten, um die beeinträchtigte Stimmung zu verbessern und die Lebensqualität zu steigern:

a) diabetesspezifisches Gruppenprogramm
b) Gesprächs- und Aktivitätengruppe „Erfolgreich Altern mit Diabetes“
c) Intensivierte Standardbehandlung

  
Die Rekrutierungsphase der Studie ist beendet.

Verantwortlicher Projektleiter
Prof. Dr. Frank Petrak
LWL-Klinik Bochum/ Ruhr-Universität Bochum
 

MIND-DIA im Internet:www.beratung-diabetes.de/

zum Download:  Informationsflyer für Patienten

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DAD-Studie

Welche Behandlung ist bei depressiven Diabetikern mit unzureichender Blutzuckereinstellung am effektivsten - Psychotherapie oder antidepressive Medikamente?

Cognitive behavioural therapy vs. sertraline in patients with depression and poorly controlled diabetes mellitus: A randomized controlled trial (Diabetes and Depression Study - DAD Study)
»ISRCTN Number: 89333241

Ziel
In der DAD-Studie erfolgt erstmalig ein Wirksamkeitsvergleich einer Psychotherapie mit einem antidepressiven Medikament bei depressiven Patienten mit Diabetes. Eine für diese Studie entwickelte diabetesspezifische kognitive Verhaltenstherapie (KVT) wird mit dem Antidepressivums Sertralin verglichen.

Die Rekrutierungsphase der Studie ist beendet.

Förderung
Die Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des »krankheitsbezogenen Kompetenznetz Diabetes mellitus (KKNDm)  gefördert (01KG0505) 

Hintergrund
Forschungsergebnisse in den vergangenen Jahren zeigen übereinstimmend, dass zwischen Diabetes mellitus und Depressionen eine enge Wechselbeziehung besteht. Zum einen ist eine anhaltende Depression mit einem erhöhten Risiko assoziiert, einen Typ 2 Diabetes zu entwickeln. Zum anderen weisen Menschen mit Diabetes im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung eine zweifach erhöhte Depressionsrate auf. Das gleichzeitige Vorhandensein einer Depression und Diabetes führt in der Regel zu einem deutlich schlechteren Verlauf beider Erkrankungen. Bisher wurden jedoch kaum Interventionen entwickelt und evaluiert, die auf die spezifischen Bedürfnisse von Diabetikern angepasst sind. Zentrale Behandlungsziele sollten
(1) die Remission oder Verbesserung der Depression und
(2) die nachhaltige Verbesserung der Qualität der Stoffwechseleinstellung sein, um die Wahrscheinlichkeit für einen günstigeren Krankheitsverlauf des Diabetes deutlich zu erhöhen.

Verantwortlicher Projektleiter
Prof. Dr. Frank Petrak
LWL-Klinik Bochum/ Ruhr-Universität Bochum 

Weitere Infos www.dadstudie.de

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Studie zur Depression und Arteriosklerose

Haben depressive Diabetiker eine veränderte Blutgerinnung und dadurch eine erhöhtes Arteriosklerose-Risiko?

Ziel
Die Zielsetzung der Studie ist die Erforschung des Zusammenhangs der Thrombozytenaktivierung, des zentralen und des peripheren Serotonins bei Patienten mit Depression und Diabetes mellitus Typ 2. Wir gehen davon aus, dass bei Patienten mit dieser Komorbidität eine hohe Aktivierung der Thrombozyten vorliegt, was u.a. zu dem erheblichen Arteriosklerose-Risiko dieser Patienten beitragen könnte. Physisch und psychisch gesunde Probanden, sowie stoffwechselgesunde depressive Patienten und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, aber ohne Depression stellen die Kontrollgruppen dar.

Förderung
Medizinische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum (FoRUM, AZF 566R-2006)

Hintergrund

In den letzten Jahren hat die Prävalenz des Diabetes mellitus erheblich zugenommen, zur Zeit sind ca. 10% der Bevölkerung betroffen. Zu den Risikofaktoren für Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus, die Einfluss nicht nur auf die Lebensqualität, sondern auch auf die Lebenserwartung haben, gehört auch die Depression. Depressive Störungen kommen im Vergleich zu stoffwechselgesunden Menschen bei Patienten mit Diabetes doppelt so häufig vor.

Die Komorbidität von Depression und Diabetes mellitus stellt einen erheblichen Risikofaktor für die Entwicklung diabetischer Spätfolgen (Neuro-, Nephro-, Retinopathie, Makroangiopathie). Für dieses gesteigerte Risiko sind ursächlich ein problematisches Gesundheitsverhalten (körperliche Inaktivität, Rauchen, Übergewicht, etc.), erhebliche Schwierigkeiten im Hinblick auf das Behandlungsmanagement, aber auch psychobiologische Faktoren wie Aktivierung der Hypothalamus-Hypophysen-Achse, der Blutgerinnung, insbesondere der Thrombozyten oder Freisetzung von Zytokinen als Ausdruck eines Entzündungsgeschehens.

In der Studie wird die Aktivierung der Blutgerinnung, insbesondere der Thrombozytenfunktion untersucht, wobei als potentieller Mediator der Depression das periphere und zentrale Serotonin von Interesse ist.

 

Projektleitung
Prof. Dr. S. Herpertz, Prof. Dr. Dipl.-Psych. F. Petrak, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, LWL-Universitätsklinik Bochum

Prof. Dr. G. Juckel, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventionsmedizin, LWL-Universitätsklinik Bochum

Dr. H. Neubauer, Med. Klinik II, Kardiologie, St. Josef-Hospital, Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum 

 

The Depression, Inflammation and Diabetes Study (DIDS): a prospective cohort study of the association between depression and inflammation in a population-based sample of incident type 2 diabetes

Projektleitung:

Dr Khalida Ismail, Institute of Psychiatry, King's College London

Lokale Projektleitung:

Prof. Dr. Frank Petrak

Abstract: The overall objective is to study whether the underlying biological mechanism of the comorbidity of type 2 diabetes and depression is associated with an exaggerated activation of the innate immune response.
The specific main aims are, first, to test whether there is an association between depression scores and levels of circulating inflammatory markers at time of diagnosis and one and two years later. Second, to test whether higher levels of circulating inflammatory markers at diagnosis are associated with worse depression scores one and two years later, adjusting for relevant confounding factors. Third, to test whether over 2 years higher cumulative depression scores are associated with higher inflammatory markers, taking into account previous levels of depression and inflammatory markers.
The subsidiary aims are to examine whether the association between the cumulative depression score and increased inflammatory markers is modified by a) cognitive impairment and b) treatments (psychotropic and psychotherapeutic) for depression. We will also test whether the cumulative depression score over 2 years is associated with metabolic status in type 2 diabetes, in particular glycaemic control and insulin resistance.

Förderung:

EFSD / Lilly Mental Health and Diabetes Programme

www.europeandiabetesfoundation.org/Lilly/EFSD-Lilly-MH-Recipients.html